Das Quartier heizt mit Strom von unserem Dach
Bild einer Indach-PV-Anlage.
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28.01.2021

Von der PV-Anlage bis zum Wärmeverbund im Quartier: Die Familie Wyss aus Hindelbank kann durchaus als Vorzeigebeispiel für mehr Nachhaltigkeit bezeichnet werden. Orthopäde Tobias Wyss über seine Motivation und Energielösungen, von denen auch die Nachbarn profitieren.

Herr Wyss, Sie investieren seit einigen Jahren in nachhaltige Energielösungen. Wie kam es dazu?

Angefangen hat es vor fünf Jahren. Unser etwa siebzigjähriges Hausdach musste saniert werden. Da wollten wir die Gelegenheit nutzen und haben uns bezüglich Photovoltaik-Anlagen informiert. Nach einigem Abwägen haben wir uns für eine Indach-Solaranlage entschieden, mit einer Leistung von 17 Kilowatt Peak. Wir produzieren also viel mehr Strom, als wir brauchen. Das Ganze hat auch einen spielerischen Aspekt. Mit einer App können wir den Produktionsstand jederzeit mitverfolgen.

Was machen Sie mit der überschüssigen Energie?

Da haben wir inzwischen viele gute Lösungen gefunden. Einerseits laden wir damit unser Elektroauto, das wir ebenfalls angeschafft haben. Seit kurzem haben wir auch unseren Parkplatz mit einer entsprechenden Ladestation ausgestattet, damit das Fahrzeug schneller lädt als einfach via Steckdose. Zudem haben wir einen Batteriespeicher mit einer Kapazität von 6,8 kWh im Keller, der überschüssige Energie speichert. So sind wir auch in der Nacht und bei schlechtem Wetter selbstversorgt.

Elektra: Partnerin für Energielösungen

Planen auch Sie ein Energieprojekt? Wir unterstützen Sie gerne dabei und bieten Ihnen ein Rundum-sorglos-Paket. Wir übernehmen für Sie die gesamte Planung, Organisation und Koordination. Sie erhalten von uns eine schlüsselfertige Lösung. Auf unserer Website unter Photovoltaik erfahren Sie mehr zu unserem Angebot.

Und inzwischen profitieren auch die Nachbarn von Ihrer Anlage …

Genau. Wir haben einen kleinen Wärmeverbund mit einer zentralen Holzschnitzelheizung bei uns eingerichtet. Einige Nachbarn haben umgerüstet, ihre alten Ölheizungen entsorgt und sich dem Verbund angeschlossen – ein Vorhaben übrigens, das vom Kanton Bern subventioniert wird. Mit unserem PV-Strom betreiben wir also die Elektromotoren der Förderschnecken für die Schnitzelheizung; diese wiederum erhitzt das im Verbund zirkulierende Wasser und versorgt so das Quartier mit Wärme.

Gab’s auf dem Weg zu mehr Nachhaltigkeit auch Stolpersteine?

Bei der PV-Anlage mussten wir anfangs zwei Panels auswechseln, aber das war kein Problem. Der Batteriespeicher funktioniert nach anfänglichen Schwierigkeiten inzwischen auch tadellos. Die Profis der Elektra haben uns jederzeit bestens beraten und begleitet, was natürlich eine Erleichterung war und den persönlichen Aufwand minimiert hat.

Wie reagiert Ihr Umfeld auf Ihre Nachhaltigkeitsbemühungen?

Wir bekommen viele Komplimente. Unser Beispiel wirkt offenbar inspirierend, es gibt Leute in unserem Umfeld, die inzwischen ähnliche Projekte umgesetzt haben. Wir sind ebenfalls sehr zufrieden und möchten auf diese Art unseren Beitrag leisten, die Klimaziele zu erreichen. Auch unsere drei Kinder im Alter zwischen 15 und 20 Jahren sind begeistert. Viele Junge sind heute punkto Nachhaltigkeit wohl bereits besser informiert als meine Generation.

Tobias Wyss

«Auf diese Art möchten wir unseren persönlichen Beitrag zur Energiewende leisten.»

Tobias Wyss
Für mehr Nachhaltigkeit

Das Ehepaar Wyss aus Hindelbank gehören zu den Preisträgern des Energie Awards 2020. Der Award wird jährlich von der Genossenschaft Elektra, Jegenstorf und der Energieregion Bern-Solothurn vergeben. Der Preis ist mit gesamthaft 10’000 Franken dotiert. Mit dem Energie Award machen die Initianten auf innovative und visionäre Lösungen im Energiebereich aufmerksam. Informationen und Bewerbungsunterlagen finden Sie unter:

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Autor Luk von Bergen
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