Gemeinsam Strom sparen
Seit diesem Jahr müssen Schweizer Stromversorgungsunternehmen nachweisbare Energieeinsparungen erzielen. Für Kundinnen und Kunden der Elektra zeigt sich das in neuen Förderangeboten, mit denen sich im Alltag einfach Strom sparen lässt.
Am Samstagmorgen läuft bei der Familie Nova in Fraubrunnen der übliche Familienbetrieb: Die Kinder decken den Frühstückstisch, die Spülmaschine summt leise im Hintergrund, und LED-Lampen sorgen für warmes Licht. Draussen am Haus befindet sich eine Wärmepumpe. Viele Geräte sind bereits energieeffizient und sparen Strom, ohne dass es die Familie im Alltag bewusst wahrnimmt. Ein solches Szenario wie bei der fiktiven Familie Nova ist das Ziel einer neuen Bundesvorgabe. Seit diesem Jahr müssen Elektrizitätslieferantinnen wie die Elektra in der Schweiz nachweisbare Stromeinsparungen bei ihren Kundinnen und Kunden erzielen. Ziel ist es, bis 2035 schweizweit rund 2 Terawattstunden Strom durch Effizienzmassnahmen einzusparen.
Damit erhalten Stromversorgungsunternehmen eine zusätzliche Aufgabe: Sie liefern nicht nur Strom, sondern fördern aktiv Massnahmen, die den Ver brauch senken. Etwa bei elektrischen Antrieben, der Beleuchtung, Lüftungen, Kälteanlagen oder Haushaltsgeräten.
Energieeffiziente Haushaltsgeräte
Die Elektra setzt die neuen Vorgaben unter anderem mit einem Förderprogramm um. Dessen Ziel ist es, alte Haushaltsgeräte durch moderne, stromsparende Modelle zu ersetzen und so den Stromverbrauch nachhaltig zu senken. «Unsere Kundinnen und Kun den profitieren von einem Angebot, das wir gemein sam mit anderen Elektrizitätslieferanten und der Plattform Topten anbieten», sagt Daniel Galli, Leiter Markt der Elektra. «Damit wird es einfacher, energieeffiziente Geräte für zu Hause auszuwählen und gleichzeitig Strom zu sparen.»

Förderprogramm Topten
Auf Topten.ch lassen sich besonders energieeffiziente Haushaltsgeräte einfach vergleichen. Wer ein altes Gerät durch ein effizienteres Modell ersetzt, erhält einen Förderbeitrag im Umfang von 40 bis 70 Franken. Gefördert werden Geräte, die nach dem 1. Januar 2026 gekauft wurden und ein bestehendes Gerät ersetzen. Erstmalige Neuanschaffungen sind ausgeschlossen.
Das Förderprogramm gilt für alle Haushalte in der Elektraregion. «Der Antrag muss innerhalb von sechs Monaten nach dem Kauf elektronisch eingereicht werden. Voraussetzungen sind eine Rechnung mit Kaufdatum, Nettopreis und Lieferadresse sowie die Bestätigung, dass das alte Gerät fachgerecht entsorgt wurde», informiert Galli.
Weitere Informationen zum Förderprogramm Topten finden Sie hier.
Verwaltungen und Fachpartner
Von den Förderprogrammen profitieren nicht nur einzelne Haushalte. Auch Immobilienverwaltungen können Beiträge beantragen, etwa wenn bei einer Sanierung mehrere Geräte gleichzeitig ersetzt werden. Sammelgesuche lassen sich gebündelt über die Plattform Topten.ch einreichen.
«Eine wichtige Rolle spielen zudem lokale Elektrofachbetriebe. Sie können Partner des Förderprogramms werden und den Förderbeitrag direkt beim Verkauf eines Geräts vom Kaufpreis abziehen», ergänzt Galli.
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«Wir unterstützen Sie darin, zu Hause Strom zu sparen.»
Daniel Galli, Leiter Markt der Elektra
Effizienz im Versorgungsgebiet
Einen Teil ihrer Effizienzmassnahmen setzt die Elektra direkt im eigenen Versorgungsgebiet um, etwa über geförderte Projekte der Stiftung Energiezukunft Elektra Jegenstorf. So wurde in Kernenried die Strassenbeleuchtung auf LED umgerüstet, in Messen die Beleuchtung von Schulhaus und Kinder garten modernisiert und in der Badi Messen ersetzt ein Wärmepumpenboiler die Ölheizung bei der Warmwasseraufbereitung.
Auch grössere Projekte sind bereits umgesetzt: In Lohn-Ammannsegg wurden mehrere öffentliche Gebäude – darunter Schulhäuser, ein Doppelkindergarten, das Mehrzweckgebäude und das Gemeindehaus – an einen Holzschnitzel-Wärmeverbund angeschlossen. Weitere Effizienzmassnahmen sind in Planung. Dass die Elektra ihre Ziele auch intern verfolgt, betont Galli: «An unserem Betriebsgebäude an der Bernstrasse 38 wurde die Elektroheizung durch einen Anschluss an die Fernwärme ersetzt.» Ein Schritt, der die eigene Vorbildrolle unterstreicht.
Effizienz über das Versorgungsgebiet hinaus
Neben den lokalen Projekten engagiert sich die Elektra auch über ihr eigenes Netzgebiet hinaus für mehr Energieeffizienz. Eine wichtige Rolle spielt dabei die Elektra-Tochter GUNEP, ein auf nachhaltige Energieprojekte spezialisiertes Planungsbüro. Sie realisiert Anlagen in der Wärmeversorgung mit Holz- und Solarenergie sowie Photovoltaikanlagen für mittlere und grosse Liegenschaften.
Ein Beispiel ist der Wärmeverbund Hohrain, der Teile von Mattstetten und Urtenen-Schönbühl mit Wärme versorgt. Solche Projekte tragen dazu bei, den Energieverbrauch zu senken und fossile Energieträger schrittweise zu ersetzen – auch über das Elektra- Versorgungsgebiet hinaus.
Einsparungen werden überprüft
«Die Energieeinsparungen der eingereichten Gesuche und Massnahmen werden zusammengezählt», erklärt Galli. «Die Eidgenössische Elektrizitätskommission (ElCom) prüft jährlich, ob die vorgegebenen Ziele erreicht werden.» Diese Zielvorgaben steigen in den nächsten Jahren schrittweise von 1 Prozent des Referenzstromabsatzes im Jahr 2026 auf 1,5 Prozent im Jahr 2027 und auf 2 Prozent ab 2028.
Auch die Familie Nova nutzt die geförderten Angebote der Elektra und trägt damit zur Energieeffizienz bei. Oft sind es gerade die kleinen Veränderungen im Alltag, wie effizientere Haushaltsgeräte oder moderne Wärmeerzeuger, die zusammen eine grosse Wirkung entfalten. Und je mehr Menschen diesen Weg einschlagen, desto näher rückt das gemeinsame Ziel einer effizienteren Energiezukunft.
Elektroheizungen bald verboten
Elektroheizungen gelten als ineffizient und müssen ersetzt werden. Die wichtigsten Fragen und Antworten für Hausbesitzerinnen und Hausbesitzer finden Sie hier im Überblick.
Warum stehen Elektroheizungen im Fokus?
Sie sind Stromfresser und verbrauchen in der Schweiz über 3 Terawattstunden Strom pro Jahr. Das entspricht mehr als fünf Prozent des Schweizer Stromverbrauchs. Wärmepumpen sind drei- bis fünfmal effizienter und benötigen da durch weniger Strom, was Energie und Kosten spart.
Was gilt in Bern und Solothurn?
Im Kanton Bern dürfen ortsfeste Elektroheizungen nur noch bis Ende 2031 betrieben werden. Im Kanton Solothurn müssen entsprechende Anlagen meist bereits bis Ende 2030 ersetzt werden. Ausnahmen sind nur in begründeten Einzelfällen möglich.
Welche Alternativen gibt es?
Als Ersatz kommen meist Wärmepumpen, Holzheizungen oder Fernwärme infrage. Der Kanton Bern unterstützt Hausbesitzerinnen und Hausbesitzer mit Förderbeiträgen beim Ersatz von Elektroheizungen. Der Kanton Solothurn unterstützt mit Beratungen wie der GEAK- oder Impulsberatung sowie mit Förderprogrammen für energetische Sanierungen.
Welche Rolle spielt der Eigenmietwert?
Seit der Abstimmung im September 2025 ist der Eigenmietwert Geschichte. Bisher konnten Investitionen für energiesparende Massnahmen, etwa der Ersatz einer Elektroheizung, steuerlich abgezogen werden. Mit der Reform entfällt dieser Abzug beim Bund voraussichtlich ab 2028. Ob entsprechende Abzüge bei den Kantonen bestehen bleiben, ist zurzeit noch ungewiss. Ein frühzeitiger Heizungsersatz kann sich deshalb lohnen.
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