«Es ist ein gutes Gefühl, ein Energiewender zu sein»
Bild einer Indach-PV-Anlage.
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23.04.2021

Strom vom Dach, Batteriespeicher, Ladelösung fürs Elektroauto und einiges mehr: Tobias und Susanne Wyss aus Hindelbank leisten auf privater Ebene einen vorbildlichen Beitrag zur Energiewende. Bemühungen, die mit vielen Komplimenten und einem Energie Award belohnt wurden.

«Angefangen hat alles vor sechs Jahren mit der Sanierung des Hausdachs», sagt Tobias Wyss. «Unser Haus wurde in den 40er-Jahren des letzten Jahrhunderts gebaut. Die alten Biberschwanzziegel waren stark verwittert und teilweise defekt.» Wyss und seine Frau Susanne nutzten die Gelegenheit, um sich im Zuge der Sanierung gleich über mögliche PV-Lösungen zu informieren. «Am Elektra-Stand an der Gewerbeausstellung Hindelbank trafen wir auf Markus Menth, der uns fortan durch sämtliche Prozesse begleitete.» Menth, Projektleiter für Energielösungen bei der Elektra, riet, das etwa hundert Quadratmeter grosse Schrägdach mit einer Indach-Solaranlage zu bestücken. Leistung: 17 Kilowatt Peak. Nach der Planungsphase im Winter starteten im darauffolgenden Frühling die Bauarbeiten: Ziegel entfernen, Unterdach installieren, Solarpanels montieren. «Die Montage dauerte rund zwei Monate, seither produzieren wir unsere eigene Energie.»

Ladelösungen: Wer Strom produziert, fährt gut

Eine PV-Anlage ergibt dann am meisten Sinn, wenn der produzierte Strom vor Ort verbraucht wird. Deshalb hat die Familie Wyss auch gleich ein Elektroauto angeschafft und in der Garage eine Ladelösung installiert. «Inzwischen besitzen wir sogar eine Schnellladestation mit deutlich mehr Leistung.» Dazu hat die Elektra den Hausanschluss verstärkt. «Zur selben Zeit haben wir unsere Ölheizung durch eine zentrale Holzschnitzelheizung ersetzt und mit einigen Nachbarn einen Wärmeverbund gegründet», sagt Tobias Wyss. «Wir mussten also ohnehin neue Kabel ins Haus ziehen. Da bot es sich an, diese baulichen Massnahmen gleich mit dem Einbau der leistungsstärkeren Ladestation zu kombinieren.» Nochmals zum Mitschreiben: Mit der PV-Anlage versorgt sich die Familie Wyss mehrheitlich autonom mit Strom. Sie lädt damit das Elektroauto auf und betreibt auch die Holzschnitzelheizung. Diese wiederum erhitzt das im Verbund zirkulierende Wasser und versorgt so das Quartier mit Wärme.

Susanne und Tobias Wyss

«Unser Stromverbrauch im Haushalt hat sich dadurch fast halbiert.»

Susanne und Tobias Wyss

Isolation: Perfekt saniert ist massiv gespart

Bereits vor der eingangs beschriebenen Dachsanierung hat die Familie Wyss diverse andere «Baustellen» im Haus beseitigt. «Wir haben sämtliche Fenster ersetzt, den Estrichboden und die Kellerdecke isoliert. Zudem haben wir alte Elektrogeräte wie Kühlschrank und Waschmaschine durch neue, energieeffiziente Geräte ausgetauscht.» Das Resultat lässt sich sehen. «Unser Stromverbrauch im Haushalt hat sich dadurch fast halbiert.» Trotzdem bezieht die Familie Wyss auch heute noch hin und wieder Strom vom Netz. «Die Speicherbatterie im Keller hat eine Kapazität von 6,8 kWh. Bei schlechtem Wetter und in der Nacht sind wir damit selbstversorgt», sagt Tobias Wyss. «In kalten und bedeckten Wintermonaten reicht die Kapazität allerdings nicht ganz aus.» Trotzdem: Über das ganze Jahr gesehen produziert die Familie Wyss deutlich mehr Strom, als sie selbst braucht – der Überschuss fliesst ins Netz der Elektra.

Wertsteigerung: Gut investiert, regional honoriert

Die Nachhaltigkeitsbemühungen von Tobias und Susanne Wyss haben sich gelohnt. Ihr bald achtzigjähriges Haus hat seinen Charme behalten und erstrahlt nun in modernem Glanz. «Die Feedbacks sind durchwegs positiv. Inzwischen gibt es Leute in unserem Umfeld, die ähnliche Projekte umgesetzt haben.» Die Familie hat ein deutliches Zeichen dafür gesetzt, was man im Privaten für mehr Energieeffizienz tun kann. Dafür hat sie gar den zweiten Platz des Energie Awards 2020 gewonnen (siehe Box). «Unser Einsatz wird wahrgenommen und honoriert. Das gibt uns natürlich ein gutes Gefühl.» Tobias Wyss’ Tipp: «Sobald grössere Sanierungen oder Anschaffungen anstehen, lohnt es sich, auf die Karte Nachhaltigkeit zu setzen.» Klar also, dass er das Preisgeld des Awards von 3000 Franken auch gleich in ein weiteres Projekt steckt. «Damit werde ich von der Elektra eine Art halböffentliche Ladestation auf unserem Vorplatz errichten lassen. So können auch Besucher und Nachbarn ihr E-Auto direkt im Quartier aufladen.»

Logo Energie Award

Energie Award 2021 – machen Sie mit?

Der Energie Award der Energieregion Bern-Solothurn und der Elektra zeichnet jährlich Privatpersonen, Firmen oder Institutionen aus, die zur Energiewende beitragen. Sei es durch die Einsparung von Energie oder durch die Gewinnung erneuerbarer Energie. Ziel ist es, damit auf visionäre Ideen und neue Lösungen rund ums Thema Nachhaltigkeit hinzuweisen. Haben auch Sie im Elektra-Versorgungsgebiet ein entsprechendes Projekt umgesetzt? Dann melden Sie sich an und machen Sie mit. Der Energie Award ist mit 10 000 Franken dotiert.

Ganzheitliche Energielösungen mit der Elektra

Ob für Einfamilienhäuser, Mehrfamilienhäuser oder Gewerbe: Die Elektra bietet individuelle Energielösungen an, von der Planung bis zur Wartung. Solaranlage, Steuerung, Stromspeicher und Ladestation – profitieren Sie von ganzheitlichen, schlüsselfertigen Installationen im Rundum-sorglos-Paket. Machen Sie es wie die Familie Wyss und lassen Sie sich dazu ausführlich beraten.
Markus Menth, Projektleiter für Energielösungen, unterstützt Sie gerne. Nehmen Sie mit uns Kontakt auf.

Markus Menth, Fachspezialist Energielösungen bei Elektra
Interessieren Sie sich für eine individuelle Energielösung, abgestimmt auf Ihre Bedürfnisse? Ich berate Sie gerne.
Markus Menth
Projektleiter Energielösungen
031 763 31 11
Autor Luk von Bergen
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