Sichere öffentliche Beleuchtung
Gemeindepräsident Andreas Eggimann im Werkhof Rüdtligen-Alchenflüh/Lyssach
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04.06.2021

Mehr Sicherheit auf der ganzen Linie: Die Gemeinde Lyssach setzt in der öffentlichen Beleuchtung auf die Dienste der Elektra. Gemäss Gemeindepräsident Andreas Eggimann handelt Lyssach damit weitsichtig und verantwortungsbewusst.

Es gibt Dinge, die einfach funktionieren müssen. Tun sie es nicht, kann es gefährlich werden. Sämtliche Elektroinstallationen im öffentlichen Raum sind ein gutes Beispiel dafür. Funktioniert eine Strassenlampe nicht, birgt das Gefahren für den Strassenverkehr oder die Fussgänger. Sind defekte Leitungen am Netz, können Zwischenfälle tragisch enden. «Vor einigen Jahren kam es am Bielersee zu einem tödlichen Unfall», sagt der Lyssacher Gemeindepräsident Andreas Eggimann. «Der Grund waren defekte Elektroinstallationen, die das Wasser und ein Geländer in Ufernähe unter Strom setzten.»

Gemeindepräsident Andreas Eggimann

«Was das konkret bedeutet, ist vielen Gemeinden wohl nicht so ganz bewusst.»

Andreas Eggimann, Gemeindepräsident Lyssach

Das führte zu einem Stromschlag. Zwei Frauen und ein Hund verloren damals ihr Leben. «Irgendwer ist immer für solche Vorfälle verantwortlich», sagt Eggimann nachdenklich. «Die Konsequenzen davon möchte ich nicht tragen müssen. Deshalb setzen wir in Lyssach lieber auf die Karte Sicherheit.» Denn als Gemeindepräsident gilt er als Betriebsinhaber öffentlicher Elektroanlagen wie der Beleuchtung und der Stromtrafo-Stationen. «Was das konkret bedeutet, ist vielen Gemeinden wohl nicht so ganz bewusst.»

Gute Zusammenarbeit: mehr Sicherheit dank Elektra

Die Gemeinde Lyssach hat sich dafür entschieden, Wartung und Unterhalt der öffentlichen Beleuchtung an die Elektra auszulagern. (siehe Dienstleistungen in der Box) Andreas Eggimann: «Die Elektra ist unsere Netzbetreiberin und Grundversorgerin, deshalb ist auch eine Zusammenarbeit in diesem Bereich sinnvoll.» Die Zusammenarbeit läuft via Werkhof Rüdtligen-Alchenflüh/Lyssach, an dem die Lyssacher hälftig beteiligt sind. Als «Tätschmeister» der Auslagerung amten Werkhofleiter Christof Bürgi und der Lyssacher Gemeindeschreiber, Bauverwalter und Geschäftsführer des Werkhofs, Stefan Flückiger. Gemeindepräsident Eggimann selbst gilt als Auftraggeber. «Als verantwortliche Person musste ich ein Sicherheitskonzept unterschreiben, das die Elektra für uns erstellt hat. Der Rest läuft zwischen Werkhof und Elektra.» Das Sicherheitspapier hält fest, dass sämtliche Anlagen jederzeit in einem betriebssicheren Zustand sind. Um dies zu garantieren, war zuerst eine digitale Erfassung des Lyssacher Beleuchtungsnetzes nötig.

Teamwork: Christof Bürgi (Werkhofleiter), Michael Müller (Projektleiter Verteilnetz Elektra) und Stefan Flückiger (Gemeindeschreiber/Bauverwalter/Geschäftsführer Werkhof) arbeiten eng zusammen.

Teamwork: Michael Müller (Projektleiter Verteilnetz Elektra), Christof Bürgi (Werkhofleiter) und Stefan Flückiger (Gemeindeschreiber/ Bauverwalter/ Geschäftsführer Werkhof) arbeiten eng zusammen.

Von unten nach oben: Die Elektra erfasst und prüft sämtliche Kabel und Leitungen und hält die elektrischen Anlagen instand.

Von unten nach oben: Die Elektra erfasst und prüft sämtliche Kabel und Leitungen und hält die elektrischen Anlagen instand.

Sauber und sicher: die digitale Katasteraufnahme

Die Elektra hat für Lyssach unter anderem einen elektronischen Leitungskataster erstellt. Dazu wurden sämtliche Kandelaber mittels GPS eingemessen und erfasst, wie diese erschlossen sind. «Das war dringend nötig, denn unsere alten Pläne waren teilweise unvollständig und über die Jahre hinweg unzureichend geführt.» Als Resultat präsentierte die Elektra der Gemeinde eine saubere Registerführung mit allen wichtigen Informationen: Standorte und Anschlüsse der rund 170 Leuchtpunkte, jeweilige Kabelarten, Absicherungen und Stärken der Leuchtmittel. Ein digitaler Plan, auf den jederzeit zurückgegriffen werden kann. «Entsprechende Mängel wie falsche Kabel oder defekte Teile hat die Elektra bei der Neuerfassung gleich ersetzt.» Ob Strassenlampen, die Beleuchtung in Unterführungen oder an öffentlichen Plätzen und Anlagen: Nun sind jede Leitung und jeder Anschluss sauber erfasst.

Verantwortungsvoll handeln: Lyssach macht’s vor

Die allgemeine Sicherheit steht in Lyssach an erster Stelle. Eine saubere Dokumentation und Wartung sämtlicher elektrischer Installationen gemäss Vorschriften ist also Pflicht. «Anderen Gemeinden empfehle ich, ebenfalls zu prüfen, was genau in ihrer Zuständigkeit und Verantwortung liegt», sagt Andreas Eggimann. Gerade im Elektro- und Energiebereich gibt es einige Themen, bei denen Gemeinden und ihre Werkhöfe an die Grenzen ihrer Kompetenzen und Kapazitäten stossen. Zumal diese Infrastrukturen periodisch überprüft werden – und zwar vom ESTI, dem Eidgenössischen Starkstrominspektorat. Die Gemeinde Lyssach hat also vorbildlich gehandelt, der Gemeindepräsident hat eine Sorge weniger auf dem Tisch. «Nun schlafe ich durchaus besser», schmunzelt Eggimann. «Ernsthaft, entsprechende Arbeiten an eine kompetente Partnerin auszulagern, erachte ich als äusserst sinnvoll und verantwortungsbewusst.»

Dienstleistungen für Gemeinden

Um Gemeinden in der Planung, der Erstellung und der Wartung von elektrischen Anlagen zu unterstützen, bietet die Elektra umfassende Dienstleistungen an. Dienstleistungen, die mehr Sicherheit und einen ressourcenschonenden Betrieb der Anlagen garantieren.

Die Elektra übernimmt

  • die Ersterfassung der Anlagen,
  • erstellt die Anlagedokumentation,
  • verwaltet die Registerführung,
  • führt periodische Kontrollen durch und
  • sorgt sich um die Planung und Projektierung von Neuerschliessungen und Sanierungen.

Für weitere Auskünfte wenden Sie sich an Michael Müller, Projektleiter Verteilnetz (031 763 31 44 / mmueller@elektra.ch) oder besuchen Sie unsere Website.

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Autor Luk von Bergen
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